3 Finger auf Tour durch Neuseeland, Teil 1.

Vitesse schreibt:

Auckland und Coromandel – Hello, Kiwis!

Da sind wir also. Nach so langer Zeit der Planung und Vorfreude. Zack. Here we go, am anderen Ende der Welt, 24/7 zu Dritt.

Sydney fühlte sich fabelhaft, aber noch nicht nach neuer weiter Welt an, da der Herzmann die Stadt ja bereits kannte. Jetzt aber, in Auckland, ist für uns wirklich alles neu. Aufregend! Hui! Unser AirBnB ist bezaubernd, ein Gartenstudio bei Peter und Judy, deren Verandatreppen bald von Paul erklommen werden. Das umliegende Viertel Ponsonby ist echt hip und wie wir bald feststellen werden, die unseres Erachtens schönste Ecke von Auckland. Nach einem Stadterkundungstag verbringen wir Tag 2 im Vorort Devonport, von wo aus wir die nette Skyline und vorgelagerten Inseln sehen können und gegen Möwen und Spatzen unser Strandpicknick verteidigen (mehr oder weniger erfolgreich, das Federvieh ist mangels natürlicher Feinde rotzfrech und betreibt Mundraub).

Dann ist es soweit: wir geben unsere gemütlichen, aber geräumigen Herbergen auf und holen unseren Campervan ab. Meine Sorgen waren umsonst: alle Klamotten passen tatsächlich rein. Und wir auch noch. Yay! Als wir den Motor starten, kommt das Kribbeln, das wir schon mal bei der Buchung der Tour hatten. Damals vor über einem halben Jahr. Ab jetzt sind wir Camper. Wild und frei und autark (naja, so lange Proviant und Gas reichen zumindest. Außerdem haben wir kein Self-Contained Vehicle, wir sind also an Campingplätze gebunden; aber hey, es geht ums Feeling).

Schon auf dem Weg zur Coromandel Peninsula sind wir schockverliebt in die Landschaft. Abends stoppen wir am Orere Point. Ein Volltreffer. Einsamer Strand, steil abfallende Klippen, ein vor Freude quietschender Zwerg und ein erster passender Campingplatz. Während Paul so ruhig wie lange nicht mehr schläft, schlagen wir uns mit einem Moskito und harter Matratze herum, finden es aber trotzdem riesig, zu Dritt aneinander gekuschelt zu schlafen. Der Van ist besser als jedes Zelt, hält uns einigermaßen warm und bietet Stauraum, sogar hinstellen können wir uns.

Die folgenden Tage geht es weiter einmal um die Coromandel-Halbinsel. Die Küstenstraße, für uns eine etwas bessere Dorfstraße, ist für Kiwis der normale Highway. Am Rand und an unzähligen Stränden treffen wir das neuseeländische Sommerangebot: sengende Sonne, handgroße Muscheln, mannshohe Farne, ein wie angepinselt aussehendes türkises Meer und Lavendelkuchen unserer Camping-Nachbarn. Den Schluss unserer Küstentour bildet Tauranga, wo wir unterhalb des Mount campen und eine großartige Joggingroute um den Hügel herum, an Buchten vorbei, sowie einen morgendlichen Aufstieg und Ausblick genießen.

Dem Kleinen gefällt es, uns dauernd um sich zu haben und mit uns ein Matratzenlager zu teilen. Die Autofahrten versuchen wir, mit seinem Schlafrhythmus zu verbinden und so hält sich sein Gemecker in Grenzen. Er entwickelt sich von Tag zu Tag weiter, steht mittlerweile an einer Hand und legt an zwei Händen ganz beachtliche Strecken laufend zurück. Sein Charme und seine Neugier sind enorm: er lacht mit Menschen verschiedenster Nationen um die Wette, beobachtet interessiert andere Kinder und ist ein echter Icebreaker, wohin wir auch kommen.

Nach dem Inselleben geht es nun in schwefelige Gefilde: next stop Rotorua.

Stay tuned.

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