3 Finger auf Tour durch Neuseeland, Teil 2.

Beide schreiben:

Herr der Schwefeldüfte, Höhenlüfte und Hauptstadtlieben

Nachdem wir ordentlich Sonne getankt haben, fahren wir ins Landesinnere der Nordinsel. Wir entdecken eine alte Railway-Linie und stillgelegte Minen, Redwood-Bäume und – off the road – „naughty, but nice“-Karamellkuchen, Lamas, Hühner, Pfauen und Schafe. 28 Millionen, um genau zu sein. Siebenmal mehr als menschliche Kiwis. Wahrscheinlich auch genauso viele blubbernde Erdlöcher…



Hier müffelt’s… 

Es dampft und stinkt gewaltig aus vielen Schlammlöchern und heißen Quellen in und rund um Rotorua. Unser nächster Campingplatz holt damit das Beste aus der aktiven Unterwelt raus: er liegt direkt neben kochenden, mineralhaltigen Thermalquellen, in denen wir in Flos Geburtstag starten. Auch, weil das Wetter kälter ist und uns nach Wärme ist. In Waikate kommt uns ein Geysir entgegen, der Wasser aus 1,5 km (!) Tiefe hochdrückt und dessen Mineralien grell hellblaue bis türkise Farben erzeugen. Was nett aussieht, ist nur leider in höheren Dosen giftig. Für alles Leben. Aber so aus weiter Ferne ist er ganz niedlich.



Trump-Troll im Ork-Land 

Im Tongariro Nationalpark wagen wir die erste lange Wanderung mit Paul in der Kraxe. In fünf Stunden sind wir an ein paar Seen und einem Wasserfall. Jeder Schritt einer durch Mordor oder auch anderen Szenen aus Herr der Ringe. Mit Blick auf den Mount Doom finden wir einen Trump-Pin. Ein Zeichen? Sollen wir ihn nach Mordor bringen und den Trump-Bann brechen? Wir hadern noch… Währenddessen nimmt Florian eine alpine Route (20 Kilometer) über das Vulkangebiet von Mount Dooms (oder besser: Mount Ngauruhoe). Parallel nimmt die Herzfrau mit dem Herzbaby eine kürzere Wanderung entlang des Flusses. Nach drei Nächten geht die Fahrt weiter, eine abgelegene Schotterstraße am Whanganui River entlang mit kleiner Wanderung zu einem feinen, kleinen Lookout, wovon es unzählige gibt.



Das Paradies ist schwarz-weiß 

Ein echter Glücksfall ist Koitiata, ein klitzekleines Kaff am Meer: Wir sind überwältigt von schwarzem Sand und weißem Treibholz. die Fantasie spinnt uns was vor und plötzlich sind wir auf einem großen Walfriedhof 🙂 Ein aufziehender Sturm tut sein Nötiges, um die Fantasie zum Leben zu erwecken. Nun ja, zumindest machen wir ein paar nette Bilder. 

Die Tage drauf gibt es einen kurzen Stop in Palmerston North. John Cleese dazu: „If you wish to kill yourself but lack the courage to, I think a visit to Palmerston North will do the trick. We stayed in a little motel, the weather was grotty, the theatre was a nasty shape and the audience was very strange to play to. We had a thoroughly, bloody miserable time there and we were so happy to get out.“ Okay, so schlimm wars für uns nicht. Ein prima Kaffee- und Museum-Nachmittag ist es auf jeden Fall. Auch, um von dort aus weiter gen Süden zu fahren und eine Nacht in Carterton zu verbringen. Und weiter nach Wellington.

Hollywood der Kiwis 

Leider nur 1 1/2 Tage verbringen wir in der Hauptstadt. Sie erstreckt sich rund um die Bucht, Wellington Harbour, über verschiedene Hügelketten. Nein, eigentlich sind es Wälder mit ein paar Häusern. Denn die Stadt ist außerhalb des Central Business Districts sehr grün. Wir streifen durch die Straßen und seufzen: die Entdeckungszeit reicht lange nicht aus. Allein im Te Papa Museum (das wohl coolste Naturkundemuseum, was wie je besucht haben; freier Eintritt, warum auch sehr viele Schulklassen dort ihre Klassenfahrten hinführen) könnte man stundenlang bleiben. Wir halten kurz bei Weta Cave, Peter Jacksons Holly-Wellington-Wood, und staunen, wo die Jungs und Mädels neben Herr der Ringe noch so ihre Finger im Spiel hatten (Braindead, Avatar, Prometheus, Planet der Affen u.v.m.). Wir verlieben uns in die Stadt und werden zurückkehren. 

Dann nehmen wir die Fähre nach Picton, Südinsel. 

Stay tuned.

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